Etwas über PCs und Leute, die sie benutzen
Ich dachte mir, ich sollte auch mal meinen Senf in Bezug auf Computer abgeben...
Diese Seite hat auch einen etwas ernsteren Hintergrund, denn ich wollte einfach mal meine Erfahrungen mit Profis und Anfängern (Daus), wie auch ich einer bin, der Allgemeinheit zugänglich machen. Wer Lust hat, kann sich das weiter unten ja mal durchlesen, vielleicht erkennt sich der eine oder auch andere ja wieder.
Ich nutze meinen PC hauptsächlich zum Spielen und fürs Internet (gut, und seit nunmehr knapp 2 Jahren auch für mein Studium der Wirtschaftsinformatik *g*). Sämtliche Linuxinstallationen habe ich bislang aber erfolgreich zum Absturz gebracht (persönlicher Rekord: Fatal Kernel Error nach dem 3. Hochfahren). Zu meinen bevorzugten Spielen gehören u.a. Diablo, Starcraft, Ultima Online, KOTOR, Warcraft3.
Mit Computern und dem was so dazugehört ist es so wie mit Sex: Alle reden davon, alle haben was damit zu tun und nur die wenigsten haben einen Plan, worum es dabei geht. Das klingt zwar vielleicht ein bischen hart, und der Vergleich mag auch "ein wenig" hinken *g*, aber rein prinzipiell triffts den Kern des Ganzen.
Was mich betrifft, so hatte ich bis vor nunmehr 8 Jahren nur insofern "PC-Kenntnisse", als dass ich wusste, wie ich ihn an- und ausschalte, Word und Excel aufrufen und darin ein bischen für meine Firma arbeiten konnte (so man das denn arbeiten nennen kann). Dann hab ich mir meinen ersten eigenen PC geholt und war hoffnungslos überfordert (das bin ich zwar manchmal heute noch...aber das ist ein anderes Thema und hat viel mit Mondphasen und dergleichen zu tun *g*), vor allem, weil man halt nicht so wie in der Firma einen hat, den man mal eben schnell holen kann nach dem Motto: "mach, das das wieder geht..." oder "ich komm nicht mehr weiter...", sondern mir wirklich überlegen musste, was ich damit machen will, was nicht und was ich tue, wenn das mal nicht so funzt, wie ich das gerne hätte. Zum Glück hatte ich Leute, die mir in der Anfangsphase ziemlich viel erklärt haben. Mittlerweile würde ich mich als fortgschrittenen Anfänger bezeichnen, wenn überhaupt.
Nichtsdestotrotz möchte ich an dieser Stelle etwas loswerden, und zwar sowohl an die, die von PC's massig Plan haben als auch an die, die das nicht haben.
An die Fortgeschrittenen/Profis/Gurus etc...:
Obwohl ich eigentlich kein "Schubladenfanatiker" bin, kann man euch recht gut unterteilen (ich weiss, nicht jeder lässt sich in eine bestimmte Schublade stecken, das möchte ich mir auch nicht anmassen, aber auf viele treffen gewisse Sachen einfach zu): Da hats einmal denjenigen, der keinen Bock darauf hat, irgendwelchen "Daus" irgendwelche "dämlichen" Fragen über PC's zu beantworten (TypI) und dann entweder mit Fachwörtern um sich schmeisst, ungehalten wird oder das Ganze mit dem Satz "Dann schreib mir doch ne mail" abtut. Dann gibt es noch die, die das Wissen, was sie haben, weitervermitteln wollen, es aber einfach nicht können (TypII); hier tauchen dann so Sprüche auf wie "Aber das muss man doch wissen..." oder "lass mich da mal ran". Und dann gibts noch den Vertreter (meiner Ansicht nach die vernünftigste Variante), der einen erstmal wurschteln lässt, sich zurückhält, bis wirklich ein Problem auftaucht oder eine vernünftige Frage zu dem Punkt kommt, wo der "Dau" gerade nicht weiterkommt (TypIII). In den letzten Jahren bin ich allen 3 Sorten begegnet und ich kann euch sagen, auch als "Dau" hat mans nicht leicht.
Beispiel: Ich will NT installieren, und bei der Hardware-Erkennung taucht ein Fehler auf. Wenn ich mich nun an TypI wende, kann ich bis Weihnachten warten, ne mail schreiben und auf Antwort hoffen oder riskieren, angemault bzw. mit Fachwörtern zugeschmissen zu werden. Lernfaktor=0. Bei TypII ist es dann immerhin schon so, das er sich anhört, was für ein Problem man hat, einen recht kläglichen Versuch macht, einem das zu erklären, was aber meistens auch in Fachchinesisch ausartet bzw. man Sachen erfährt, die in 0 Zusammenhang mit dem Problem stehen oder es einfach eben selber macht. Lernfaktor=0 oder gering, Verwirrung= hoch. Typ III hört sich das Problem an, überlegt, woran es liegen könnte, und sagt dann: "Schau doch in der Hilfe nach" oder "Dann musst du das und das machen". Lernfaktor = mittel-hoch, Verwirrung = nicht auszuschliessen. Fazit: Hoffe, dass du als "Dau" an TypIII gerätst und frag solange nach, bis du es wirklich verstanden hast.
An alle Profis etc... die Bitte: Versucht doch einfach mal, die ganze Sache in verständlicher Weise rüberzubringen und euch auch Zeit zu nehmen, wenn ihr das Gefühl habt, der "Dau" möchte wirklich was dazulernen.
Nun zu den "Daus", zu denen ich mich auch zähle:
Auch hier kann man recht typische Unterteilungen vornehmen. Da gibt es einmal den, der sich nur mit PC's befasst, weil das ja sowieso jeder tut und dann muss man das ja auch tun. Er will eigentlich gar nichts darüber lernen, sondern ist froh, wenn das Ding auf seinem Schreibtisch steht, gut ausschaut und er darauf ein paar Briefchen tippen oder Spiele spielen kann. Das ist dann auch der Typ, der dann irgendeine Hotline anruft und dann in ziemlich genervten Tonfall sagt:"Das funktioniert nicht....tun sie was" oder "Sie werden ja schliesslich dafür bezahlt, das sie mir helfen". Das den Profis da die Lust aufs erklären vergeht, ist verständlich. Dann gibts noch denjenigen (ich denke, der trifft auch auf mich zu), der sich denkt: "Naja...was über PC's zu wissen, ist ja nicht verkehrt, solange ich dafür keine Bücher wälzen muss oder mich sonst irgendwie anstrengen". Das sind dann meistens diejenigen, die sich entweder TypII oder Typ III suchen und sich das meiste erklären lassen. Der Vorteil hierbei ist: Man lernt recht schnell, sinnvolle Fragen zu stellen. Problematisch wird es, wenn man in so einem Fall an einen Typ I gerät, denn dann vergeht einem ziemlich schnell die Lust. Und dann gibt es noch den Fall, der unbedingt alles darüber wissen will, sich Bücher ohne Ende dazu holt und wirklich nur fragt, wenn er nicht mehr weiterweiss. Das ist dann auch der Typ, der nicht gleich alles hinschmeisst, wenn er von einem TypI kurz abgefertigt wurde.
Fazit: "Dau" ist nicht gleich "Dau", und der Ton macht die Musik. Und an alle "Daus" noch eine Bitte (und eine Ermahnung an mich selbst): Wenn man von PC's noch nicht viel Ahnung hat, sollte man nicht darüber reden; man erntet sonst von Typ I-III ein müdes Lächeln bis breites Grinsen und verwirrt andere "Daus" unnötig.
